Theater kann wie Kino sein – und vielleicht sogar ein bisschen mehr.
Für ausgeprägtes Bild- und Körpertheater ist Commedia Futura bekannt. Mit Stücken nach Filmthemen hat das Theater Modelle für die Verbindung von Videos und Live-
Szenen geschaffen, etwa in „Lost in Twin Peaks“ nach David Lynch oder „Lovers & Killers. Tarantino Samples“.
Diese Multimedia-Inszenierungen knüpfen an Experimente und Traditionen des Off-Theaters an, sie erzählen von der Auseinandersetzung zwischen Mensch und medienbeherrschter Welt. Herausragendes ist Wolfgang A. Pionteks Truppe mit Porträts von „Geistern des 20. Jahrhunderts“ gelungen: Der Bogen reicht von Muhammad Ali bis Andy Warhol. In jüngster Zeit steht die Verknüpfung von Tanz und Theater im Vordergrund, seit 2006 arbeitet Commedia Futura mit dem Tänzer und Choreografen Felix Landerer zusammen.
Wolfgang A. Piontek hat Commedia Futura 1982 mit einer Künstlergruppe gegründet. Programm und Stückauswahl verantwortet er als künstlerischer Leiter und Regisseur seit 1991 gemeinsam mit Dramaturg Peter Piontek. Neben zwei
Eigenproduktionen im Jahr arbeitet das Team verstärkt an Kooperationen, Koproduktionen und Gastspielbetrieb.
Auf vielen Festivals war Commedia Futura zu Gast: vom Waves-Festival in Vordingborg 1994 über das Tampere Sommerfestival in Finnland 1997 bis zum Festival Xtra frei in Bremen 2007. Mehrmals wurde die Gruppe zum Festival Tanztheater International eingeladen und für den „Theaterpreis Freier Theater“ der Niedersächsischen Lottostiftung nominiert.
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Eisfabrik
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